Filtersysteme
(1.
Reinigungsstufe)
Regenwasser muß vor dem Zulauf zum Speicher drucklos feingefiltert werden. Alle angebotenen Filtersysteme sind wartungsarm und entsprechen der DIN 1986, andere Filtersysteme sollten aus Sicherheits- und Qualitätsgründen nicht verwendet werden.
Der Filtersammler ist für den direkten Einbau im senkrechten Regenfallrohr bestimmt und eignet sich daher besonders gut für den nachträglichen Einbau oder auch für Anlagen ohne Kanalanschluß (Versickerungen).
Der Filter arbeitet nach
den physikalischen Gesetzmäßigkeiten der Kohäsion und Adhäsion.
Wasser läuft grundsätzlich
an der Wand des Fallrohres nach unten (Adhäsionsgesetz). Sobald der
Filterzylinder komplett benetzt ist, wird das Wasser durch die Siebmaschen
nach außen in die 2. Kammer gezogen und über den Ausflußstutzen
DN 50 dem Speicherbehälter zugeführt. Grober und feiner Schmutz
sowie Blätter, Moos und Insekten bleiben auf der Innenseite des Filterzylinders
und werden mit etwas Restwasser nach unten in den Abfluß gespült.
Es werden in der Regel über 90 % des vom Dach kommenden Wassers gewonnen.
Die besondere Konstruktion des Filters mit vollem Durchgang gewährleistet,
daß keine Verstopfungen auftreten können. Alles was an der Dachrinne
in das Fallrohr gelangen kann (z.B. Tennisball, toter Vogel, etc.) wird
zuverlässig durch den Filter hindurch in den Abfluß abgeführt.
Der Filtereinsatz entfaltet
seine volle Adhäsionskraft und seinen maximalen Wirkungsgrad erst,
wenn das Filtergewebe völlig durchnässt worden ist (Erstverwurf
des besonders schmutzbelasteten Wassers).
Durch das mit einer Maschenweite von 0,28 mm bestehende Fein-Filtergewebe kann das gefilterte Wasser direkt für die Hauswasseranlage (Waschmaschine, Toilette) genutzt werden, ohne weitere Feinfilter vor oder hinter der Pumpe.

Filtersammler gibt es
passend zu allen gängigen Regenfallrohren aus Edelstahl oder Kupfer
mit Nenngrößen von 76; 80; 87 und 100 mm. Darüber
hinaus stehen für Kunststoffallrohre Filtersammler mit einer Nenngröße
von 11O mm zur Verfügung. Für andere Fälle empfehlen
wir die Regenfallrohre an die Maße des Filtersammlers anzupassen.
Für die Verwendung in Anlagen ohne Kanalanschluß (nachgeschalteter Versickerung) beachten Sie bitte die Tips unter Versickerungshinweise

Standrohrfilter
Gleiche Funktion und Aufbau
wie der Filtersammler, aber mit der zusätzlichen Funktion des Regenstandrohres
und der Fallrohrrosette.
Fallrohranschlüsse
in 76; 80; 86; 100 und 110 mm für alle gängigen Fallrohre, Schmutzwasserablauf
unten immer in DN 100 für handelsübliche KG- und PE-Rohre. Gesamtlänge
des Fallrohrfilters 92 cm.
Lieferung nur in rostfreiem
Edelstahl.
Der Standrohrsammler ist
eine besonders elegante Lösung, da der Filterwasserabgang in DN 50
sich unter der Erde befindet, wodurch keine zusätzlichen Rohrleitungen
zur Zisterne oberirdisch zu erkennen sind.
Durch den integrierten,
höheren Stauraum ist die Wasserausbeute bei Starkregen besser als
beim Filtersammler.
Die Mehrkosten gegenüber dem Filtersammler werden durch die Einsparung des Standrohres und der Fallrohrrosette ausgeglichen. Aufgrund der Edelstahlausführung ist der Standrohrsammler dauerhaft korrosionsfrei und muß nicht gestrichen werden.

zum Anschluß mehrerer Regenfallrohre, je nach Modell von 200 m² bis zu 500 m² Dachfläche. Filterfeinheit 0,28 mm. Auf Wunsch kann der WFF auch mit einem Filter mit 0,44 mm Maschenweite ohne Aufpreis geliefert werden (Bitte bei Bestellungen angeben, wenn der grobere Filter geliefert werden soll).
Das Dachablaufwasser kommt
im Kanalrohr horizontal an und wird in der oberen Kammer als Rundwirbel
in die Senkrechte umgeleitet. Es fließt dann nach dem gleichen physikalischen
Prinzip der Kohäsion und Adhäsion wie beim Filtersammler über
den Filterzylinder aus Edelstahl um groben und feinen Schmutz abzusondern.
Der Schmutz wird mit etwas Restwasser automatisch durch den unteren Abgang
in den Abwasserkanal entsorgt. Das gewonnene Filterwasser wird dem Speicher
zugeführt um dann als Betriebswasser genutzt zu werden.
Der Filtereinsatz entfaltet
seine volle Adhäsionskraft und seinen maximalen Wirkungsgrad erst,
wenn das Filtergewebe völlig durchnässt worden ist. Dies kann
nach langer Trockenzeit bis zu 2 Minuten dauern.
Nach
dem Einbau wird der WFF Bestandteil des Kanalrohrsystems, d. h. das ankommende
und die abgehenden Rohre müssen dicht angeschlossen werden. Lediglich
die nach oben zeigende Revisionsöffnung bedarf keiner Dichtung, da
hier kein Wasser fließt.
Die Revisionsöffnung
kann mit dem mitgelieferten PE-Verlängerungsschacht bis zum fertigen
Erdniveau verlängert werden. Die Anschlüsse sind gegeneinander
um 360ºdrehbar. Der Filterzylinder (Edelstahl) ist mit einem Ausheber
zum Reinigen nach oben herausnehmbar.
Lieferung erfolgt
incl.
50 cm-Verlängerungsschacht, der beliebig gekürzt werden kann.
Bei Bedarf können weitere Verlängerungsschächte als Zubehör
bestellt werden.
Dieser Filter kann unter Verwendung des nachfolgend beschriebenen Versickerungssiebes (Zubehör) auch in Anlagen ohne Kanalanschluß (nachgeschalteter Versickerung) eingesetzt werden! Beachten Sie bitte hierzu die Tips unterVersickerungshinweise
Versickerungssieb für
den WFF schützt Versickerungsschächte und Rigolen vor Verstopfungen,
wenn der WFF nicht an den Kanal angeschlossen wird.
Das Sieb wird unter dem
Filtersieb im Kanalabgang eingesetzt und ist für Reinigung leicht
herausnehmbar. Blätter. etc. können auf dem Kompost entsorgt
werden.
Das
ankommende Regenwasser läuft aus dem horizontalen Kanalrohr seitlich
in den WFF hinein und wird über die Einströmungsebene in einem
Wirbel nach unten zum Filtereinsatz geführt. Dort wird, unter Ausnutzung
der Adhäsionskraft, das Dachabflußwasser durch den senkrecht
sitzenden Fein-Filter hindurchgezogen und über den Zisternenstutzen
dem Speicherbehälter zugeführt. Der Schmutz wird mit dem Restwasser
zum Kanal durchgespült. Nach diesem Prinzip werden über 90 %
des im WFF ankommenden Regenwassers gefiltert. Partikel, die größer
als 0,38 mm sind, werden direkt in den Abflußkanal gespült.
Die offenen Querschnitte
der Dachentwässerungs-Rohre bleiben im WFF durchgehend erhalten. Es
kommt zu keinen Querschnittsverengungen im Filter, an denen sich Regenwasser
stauen kann. Dies ist besonders bei Wolkenbruchartigen Regenfällen
mit beträchtlichem Wasserzulauf wichtig. In solchen Fällen werden
noch 50 % gefiltertes Wasser dem Speicherbehälter zugeführt.
Überschüssiges Regenwasser wird unmittelbar zum Abflußkanal
geleitet.
Der
Filtereinsatz entfaltet seine volle Adhäsionskraft und seinen maximalen
Wirkungsgrad erst, wenn sein Filtergewebe völlig durchnässt worden
ist. Dies kann nach langer Trockenzeit bis zu 2 Minuten dauern.
Mit Hilfe des Blindeinsatzes
(Zubehör) ist es möglich, das Filtern außer Betrieb zu
setzen. Das Regenwasser fließt dann ungefiltert in den Abflußkanal
weiter (Stillegung der Regenwasseranlage).
Der mit einer eingearbeiteten
Muffe versehene Regenwasserzulauf ist um 360° zum Unterteil drehbar.
Der Kanalauslauf ist in der Mitte des Unterteils zentriert. Somit können
Rohre aus jeder Richtung angeschlossen werden.
Der WFF erfüllt
die Anforderungen der DIN 1986 (Entwässerung für Gebäude
und Grundstücke).
Anschlüsse: Zu-
und Ablauf DN 300 / Zisternenabgang für gefiltertes Wasser DN 200.
Bei der Verwendung von Filtern vor dem Speicher, sowie dem Pumpensystem SILENTIO ist der Einbau des SAFF nicht erforderlich. Der SAFF kann die Wasserqualität nicht verbessern und stellt nur einen zusätzlichen Pumpenschutz dar.